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Wo angeln in der Schweiz? Die besten Spots, Seen und Flüsse

Die Schweiz bietet eine außergewöhnliche Vielfalt an Angelspots: große Seen, Flüsse, alpine Wildbäche und Bergseen. Doch zu wissen, wo man in der Schweiz angeln kann, bedeutet nicht nur, ein paar Ortsnamen zu kennen. Die besten Angler achten auf Tiefe, Strömungen, Krautfelder, Wetter, Jahreszeiten und vor allem auf die Arten, die sie gezielt fangen möchten.

Egal, ob Sie Forelle, Barsch, Hecht oder andere in Schweizer Gewässern vorkommende Fische suchen: Dieser Guide hilft Ihnen dabei, besser zu verstehen, wo Sie suchen sollten und wie Sie wirklich interessante Bereiche erkennen.

Angeln am Neuenburgersee in der Schweiz
Der Neuenburgersee gehört zu den großen Gewässern, die in der Schweiz zahlreiche Angelmöglichkeiten bieten.

Wo angeln in der Schweiz? Einige unverzichtbare Gewässertypen

Der beste Bereich hängt vor allem von der Zielfischart und der Angelmethode ab. In der Schweiz kann man – manchmal innerhalb weniger Dutzend Kilometer – von einem großen Flachlandsee zu einem schnellen Fluss oder einem Alpensee wechseln.

  • Genfersee (Lac Léman): ein riesiges Revier für Barsch, Hecht, Salmoniden und andere Seefischarten.
  • Neuenburgersee: sehr interessant für Barsch, Hecht und verschiedene Techniken vom Ufer oder vom Boot.
  • Murtensee: ein weiterer großer See der Westschweiz, besonders beliebt zum Raubfischangeln.
  • Bergseen: alpine Landschaften, oft sehr klares Wasser und spannende Möglichkeiten auf Salmoniden.
  • Flüsse und Wildbäche: besonders interessant für die Forellenangelei und leichtes Spinnfischen.

Bevor Sie sich für einen Ort entscheiden, müssen Sie jedoch einen entscheidenden Punkt berücksichtigen: Die Vorschriften variieren stark je nach Kanton und Gewässer.

Patent und Vorschriften: vor der Wahl eines Spots unbedingt prüfen

In der Schweiz wird das Angeln kantonal geregelt. Schonzeiten, Mindestmaße, Entnahmelimits, erlaubte Methoden, Schutzgebiete und Zugangsbedingungen können daher von Kanton zu Kanton unterschiedlich sein.

Je nach gewähltem Patent und dessen Dauer kann auch ein SaNa-Nachweis erforderlich sein. Es gibt auf bestimmten Gewässern auch Möglichkeiten zum freien Angeln, diese sind jedoch immer an genaue Bedingungen geknüpft.

Prüfen Sie daher vor jedem Ausflug die geltenden Vorschriften, mögliche offizielle Karten sowie gesperrte oder geschützte Zonen. Für den Kanton Waadt können Sie auch unseren Guide zum Angelpatent Waadt lesen.

Wie erkennt man die besten Bereiche an einem großen Schweizer See?

Große Seen wie der Genfersee, Neuenburgersee, Murtensee, Brienzersee, Thunersee oder der Vierwaldstättersee können riesig wirken. Irgendwo auf vielen Quadratkilometern Wasser „auf gut Glück“ zu fischen, ist selten die beste Strategie.

Suchen Sie stattdessen nach Strukturwechseln: Kanten, Plateaus, Untiefen, Krautfelder, Zuflüsse und Hindernisse.

1. Kanten und Tiefenwechsel

Eine Kante ist der Übergang von einem relativ flachen Bereich in größere Tiefe. Diese Übergänge werden häufig von Beutefischen genutzt – und von Räubern, die ihnen folgen.

Um sie zu finden, können Sie eine bathymetrische Karte verwenden, ein Echolot (wenn es Regelwerk und Angelart erlauben) oder einfach die Ufertopografie beobachten.

Vom Ufer aus können ein felsiger Abhang, der schnell ins Wasser fällt, ein Damm, ein Steg oder ein sehr steiles Ufer darauf hindeuten, dass in der Nähe rasch größere Tiefen erreicht werden.

2. Mündungen und Zuflüsse

Zuflüsse von Flüssen und Bächen sind besonders interessant. Sie bringen Sauerstoff, Nahrung und Wasser, dessen Temperatur sich von der des Sees unterscheiden kann.

Außerdem sind sie im Jahresverlauf wichtige Wanderkorridore für bestimmte Arten.

Forelle aus dem Genfersee in der Schweiz
Die Salmoniden des Genfersees können sich je nach Jahreszeit zwischen verschiedenen Tiefen und Bereichen bewegen.

3. Krautfelder und Untiefen

Krautfelder gehören zu den spannendsten Strukturen beim Barsch- und Hechtangeln. Sie bieten Nahrung, Deckung und Jagdzonen.

Suchen Sie nicht nur das „Zentrum“ des Krautfelds. Kanten, Löcher und der Übergang zwischen Vegetation und blankem Grund lassen sich oft leichter befischen und sind besonders interessant.

Hecht aus dem Genfersee in der Schweiz
Der Hecht ist einer der ikonischen Raubfische der großen Schweizer Seen wie dem Genfersee.

4. Häfen, Stege, Pontons und Steinpackungen

Auch künstliche Strukturen können Wasserleben bündeln. Kais, Brückenpfeiler, Stege, Dämme und Steinpackungen bieten Verstecke und erzeugen Tiefen- oder Strömungswechsel.

Diese Bereiche können für Barsche sehr interessant sein – prüfen Sie aber immer, ob das Angeln dort erlaubt ist, und halten Sie sich an mögliche Hafenbeschränkungen.

Angeln am Genfersee (Lac Léman)

Der Genfersee ist eines der größten Angelreviere der Schweiz. Seine Größe und Tiefe erfordern jedoch, in Zonen zu denken, statt alles auf einmal abzusuchen.

Vom Ufer aus sollten Sie vor allem schnelle Tiefenwechsel, erlaubte Kais und Steinpackungen, Mündungen sowie Bereiche mit sichtbarer Beutefischaktivität beachten.

Vom Boot aus wird das Verständnis der Bathymetrie noch wichtiger. Kanten und Beutefischansammlungen helfen dabei, das Suchgebiet deutlich zu verkleinern.

Hecht aus dem Genfersee, gefangen an einem großen Schweizer See
Am Genfersee ist das Auffinden von Beutefisch und Strukturen oft entscheidend, um Raubfische zu finden.

Angeln am Neuenburgersee

Der Neuenburgersee ist ebenfalls ein hervorragendes Beispiel für einen großen See, an dem das Lesen von Strukturen den Unterschied macht.

Flache Bereiche, Krautfelder, Kanten, Häfen und felsige Zonen können im Laufe der Saison verschiedene Arten beherbergen. Wie am Genfersee verändert sich die Position der Fische mit Temperatur, Wind und dem Angebot an Beutefischen.

Für den ersten Ausflug ist es besser, ein relativ kleines Gebiet auszuwählen und es systematisch zu erkunden, statt ständig den Platz zu wechseln.

Wo Forellen angeln in der Schweiz? Flüsse und Wildbäche

Die Schweiz verfügt über ein sehr dichtes Netz an Flüssen und Wildbächen. Beim Forellenangeln ist es oft wichtiger, die Strömung lesen zu lernen, als einen bestimmten GPS-Punkt zu kennen.

Angeln am Fluss Venoge im Kanton Waadt
Die Venoge zeigt gut die unterschiedlichen Strömungen, Gumpen und Hindernisse, die man an Schweizer Flüssen antreffen kann.

Strömungskanten

Fische haben meist kein Interesse daran, dauerhaft im schnellsten Teil der Strömung Energie zu verbrauchen. Die Grenzen zwischen schneller Strömung und ruhigerem Wasser sind daher besonders zu beobachten.

Eine Forelle kann dort mit relativ wenig Aufwand stehen und gleichzeitig Nahrung abfangen, die mit der Strömung kommt.

Gumpen und tiefe Zonen

Unterhalb eines Wasserfalls, hinter einer Schwelle oder in einer Flusskurve kann eine tiefere Zone ein hervorragender Rückzugsort sein. Diese Gumpen werden besonders wichtig, wenn der Wasserstand niedrig ist oder sich die Temperatur stark verändert.

Hindernisse und unterspülte Ufer

Felsen, ins Wasser gefallene Bäume, Wurzeln, Brückenpfeiler und unterspülte Ufer erzeugen Strömungsbrüche und Schutzbereiche.

Befischen Sie besonders den direkten Bereich stromab eines Hindernisses sowie kleine ruhige Taschen neben kräftiger Strömung.

Bergseen: sehr besondere Angelspots

Bergseen in der Schweiz bieten ein völlig anderes Erlebnis. Das Wasser ist oft klar, und die Fische können besonders misstrauisch werden.

Lac Lioson, Bergsee zum Angeln in der Schweiz
Der Lac Lioson zeigt perfekt die spektakuläre Kulisse der Schweizer Bergseen.

In solchen Seen sollten Sie vor allem suchen nach:

  • felsigen Steilhängen, die direkt ins Wasser abfallen;
  • Zuflüssen von Bächen und Quellen;
  • sichtbaren Farbwechseln, die auf Tiefenunterschiede hinweisen;
  • ufernahen Plateaus;
  • Bereichen, in denen regelmäßig Insekten oder kleine Fische zu beobachten sind.

Auch der Zugang kann Teil der Herausforderung sein. Planen Sie Ihren Ausflug, indem Sie Weg, Wetterbedingungen und die spezifische Gewässerregelung prüfen.

Den Angelspot an die Saison anpassen

Ein Top-Platz im Mai kann im August deutlich weniger produktiv sein. Fische ziehen je nach Temperatur, Sauerstoff, Fortpflanzung und verfügbarem Nahrungsangebot umher.

Winter und Saisonstart

Wenn das Wasser kalt ist, reduzieren viele Arten ihre Aktivität. Tiefe und relativ stabile Bereiche werden dann besonders interessant.

An Seen suchen Sie zugängliche Kanten und Tiefen. Im Fluss helfen langsamere Abschnitte und Gumpen den Fischen, Energie zu sparen.

Frühling

Mit dem allmählichen Temperaturanstieg erwärmen sich manche Flachwasserzonen schnell. Sie können zuerst Beutefische und dann Räuber anziehen.

Diese Zeit fällt außerdem je nach Art mit Schutz- und Schonzeiten zusammen. Das Regelwerk muss daher vor dem Angeln immer geprüft werden.

Sommer

Im Sommer wird die Temperatur zum entscheidenden Faktor. Fische suchen möglicherweise kühleres Wasser, besser mit Sauerstoff versorgte Bereiche oder größere Tiefen.

Zuflüsse, schattige Bereiche und bestimmte Kanten werden dann besonders interessant.

An Bergseen können früher Morgen und später Abend Bedingungen bieten, die sich stark von der Mittagszeit unterscheiden.

Herbst

Der Herbst ist eine besonders interessante Zeit für Raubfische. Viele Fische versuchen, sich Reserven für den Winter anzufressen.

An großen Seen folgen Sie möglichst den Ansammlungen von Beutefischen und befischen Kanten, Krautfeldränder und Tiefenwechsel.

Wind kann einen Spot komplett verändern

Wind wird oft unterschätzt. An einem großen See kann ein dem Wind ausgesetztes Ufer mehr Nahrung erhalten und die Aktivität der Fische bündeln.

Umgekehrt können sehr raue Bedingungen manche Bereiche schwer oder sogar gefährlich zu befischen machen.

Kombinieren Sie Wind immer mit Temperatur, Tiefe und Jahreszeit, statt ihn als einziges Kriterium zu nutzen.

Karten und moderne Tools nutzen

Heute lässt sich ein großer Teil eines Ausflugs bereits vorbereiten, bevor man überhaupt am Wasser ankommt.

Kantonale Karten und andere verfügbare Daten helfen insbesondere dabei, Folgendes zu erkennen:

  • Bereiche, in denen Angeln erlaubt ist;
  • Reservate und Schutzgebiete;
  • mögliche Zugänge;
  • bestimmte Tiefen und Strukturen;
  • Pegelstände von Flüssen und Seen;
  • Wetterbedingungen und Wind.

Eine Karte sagt Ihnen nie exakt, wo der Fisch steht – sie hilft aber dabei, viele wenig interessante Bereiche auszuschließen, bevor Sie überhaupt den ersten Wurf machen.

Besatzmaßnahmen und Bewirtschaftung der Gewässer

Einige Schweizer Gewässer werden aktiv fischereilich bewirtschaftet. Je nach Kanton, Art und Bewirtschaftungsziel können Besatzmaßnahmen durchgeführt werden.

Die Kantone können außerdem Informationen zu bestimmten Teichen, Strecken oder Gewässern veröffentlichen. Diese Daten sind besonders interessant für Einsteiger oder zur Planung eines Familienausflugs.

Besatz sollte jedoch nicht als Garantie für Fänge verstanden werden. Selbst an bewirtschafteten Gewässern bleiben Tiefe, Temperatur, Angeldruck und Strukturen entscheidend.

Ein guter Spot kann auch gesperrt sein

Ein fischreicher Bereich ist nicht automatisch erlaubt. Bestimmte Flussabschnitte, Mündungen, Reservate oder Naturräume können zeitweise oder dauerhaft gesperrt sein.

Solche Sperrungen können dem Schutz dienen von:

  • Laichgebieten;
  • sensiblen Arten;
  • Fischen während bestimmter Perioden;
  • Bereichen mit Sicherheitsrisiko.

Gute Vorbereitung bedeutet daher ebenso, erlaubte Bereiche zu finden, wie zu verstehen, wo sich die Fische wahrscheinlich aufhalten.

Wie erstellt man seine eigene Spot-Karte?

Die besten Spots sind oft jene, die Sie selbst zu verstehen gelernt haben. Eine einfache Methode ist, jede Session nach und nach zu dokumentieren.

Vor der Session

  • Wählen Sie ein konkretes Gewässer oder einen bestimmten Flussabschnitt.
  • Prüfen Sie die Vorschriften und mögliche offizielle Karten.
  • Markieren Sie Kanten, Mündungen, Hindernisse und Zugänge.
  • Schauen Sie Wetter, Wind und Wasserstand an.

Vor Ort

Beobachten Sie das Wasser, bevor Sie den ersten Wurf machen. Farbe, Wind, Wellen, Oberflächenaktivität und Vogelverhalten liefern viele Hinweise.

Befischen Sie anschließend systematisch, variieren Sie Distanzen, Tiefen und Köderführung. Schon ein Anfasser oder Nachläufer ist wertvolle Information.

Nach der Session

Notieren Sie, was passiert ist:

  • Ort und genauer Bereich;
  • ungefähre Tiefe;
  • Grundtyp;
  • beobachtete oder gefangene Arten;
  • verwendete Technik;
  • Wetter und Temperatur;
  • Wasserstand und Wasserfarbe.

Nach mehreren Ausflügen erkennen Sie erste Muster. Ihr eigenes Logbuch ist dann oft nützlicher als eine im Internet gefundene Spot-Liste.

Die besten Angelspots verändern sich

Ein guter Bereich ist nie für immer „gewonnen“. Wasserstände, Krautfelder, Temperatur, Naturereignisse und Angeldruck verändern sich.

Auch die Vorschriften können sich ändern. Daher lohnt es sich, alte Bereiche regelmäßig erneut zu prüfen und neue Sektoren zu entdecken.

FAQ: Wo angeln in der Schweiz?

Wo kann man in der Schweiz angeln?

Angeln ist in vielen Seen, Flüssen und Bergseen möglich, aber die Bedingungen hängen vom Kanton und vom Gewässer ab. Prüfen Sie immer das erforderliche Patent und die Vorschriften, bevor Sie angeln.

Welche sind die besten Seen zum Angeln in der Westschweiz?

Der Genfersee, der Neuenburgersee und der Murtensee zählen zu den bekanntesten großen Seen. Die beste Wahl hängt von Zielfisch, Technik und Saison ab.

Wo Forellen angeln in der Schweiz?

Forellen lassen sich in vielen Flüssen, Wildbächen und in einigen Bergseen gezielt befischen. Strömungskanten, Gumpen, Zuflüsse und Tiefenwechsel sind vorrangig zu beobachten.

Wie findet man einen guten Angelspot?

Suchen Sie Strukturwechsel: Kanten, Krautfelder, Mündungen, Gumpen, Hindernisse und Strömungsübergänge. Kombinieren Sie diese Infos anschließend mit Saison, Wetter und sichtbarer Fischaktivität.

Braucht man in der Schweiz ein Angelpatent?

In vielen Fällen ja. Regeln und Patentarten variieren je nach Kanton und Gewässer. Manche Formen des freien Angelns können existieren, sind aber an genaue Bedingungen geknüpft.

Weiterführend

Zu wissen, wo man in der Schweiz angeln kann, heißt nicht, eine Liste geheimer Koordinaten zu kennen. Es bedeutet vor allem, Wasser, Fischbewegungen und wechselnde Bedingungen zu verstehen.

Wenn Sie Vorschriften, Karten, Strukturlesen, Wetter und Beobachtungen am Wasser kombinieren, werden Sie nach und nach Ihre eigenen Angelspots in der Schweiz finden.

Um Ihre Ausrüstung an diese unterschiedlichen Umgebungen anzupassen, finden Sie bei GiantFish außerdem unsere Auswahl an Ruten, Rollen, Ködern und Zubehör fürs Angeln am See, im Fluss und in den Bergen.

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