Das Schleppfischen ist eine besonders effektive Methode, um schnell grosse Wasserflächen abzusuchen und aktive Fische zu finden. Egal ob Sie leicht nahe an der Oberfläche schleppen oder mit speziellem Zubehör in grösserer Tiefe fischen, die Wahl des richtigen Materials entscheidet direkt über Ihren Erfolg.
Beim Schleppfischen werden ein oder mehrere Köder hinter einem fahrenden Boot geführt. Geschwindigkeit, Tiefe und Schleppdistanz müssen je nach Zielfisch, Jahreszeit und Wassertrübung angepasst werden. Gute Ausrüstung ermöglicht es Ihnen, diese Parameter präzise zu steuern und gleichzeitig komfortabel zu fischen.
In dieser Kategorie finden Sie spezielles Material fürs Schleppfischen, um sowohl Raubfische im Süsswasser als auch tiefer stehende Fische gezielt zu befischen. Ziel ist es, Ihnen zu helfen, eine stimmige Schleppmontage zusammenzustellen – von der Rolle über die Rute, geflochtene oder monofile Schnur, Vorfächer bis hin zu Zubehör zur Tiefenkontrolle und dem passenden Köder.
Eine Schlepprute muss ausreichend robust sein, um den Widerstand der Köder, die Bootsgeschwindigkeit und kräftige Fische auszuhalten, und gleichzeitig genügend Aktion bieten, um Kopfschläge sauber abzufedern.
Die Wahl des Köders ist zentral für den Erfolg beim Schleppfischen. Dieselbe Strecke kann ganz unterschiedlich befischt werden – mit einem tief laufenden Wobbler, einem Spinnerblatt, einem Spinnköder oder einer Montage mit totem Köderfisch.
Schleppfischen ist das ganze Jahr über möglich, doch die Montagen verändern sich mit den Jahreszeiten. In kaltem Wasser bringt eine langsamere Schleppgeschwindigkeit mit deutlich laufenden Ködern oft Bisse von wenig aktiven Fischen. In der warmen Jahreszeit funktionieren leicht höhere Geschwindigkeiten und aggressiver laufende Köder häufig besser.
Die Lauftiefe ist ebenso wichtig: Fische stehen bei geringer Lichtintensität eher nahe an der Oberfläche, während sie tagsüber oder in sehr klarem Wasser meist tiefer ziehen. Durch das Variieren von Schnurlänge, Gewicht, Ködertyp und dem Einsatz von Absenkzubehör bleiben Sie möglichst lange in der fängigen Zone.
Um Ihr Schleppfischen zu optimieren, beginnen Sie mit einer einfachen Konfiguration: eine Rute, eine zuverlässige Rolle, eine passende Schnur und einige Köder, die sich in Grösse und Farbe ergänzen. Notieren Sie Ihre Schleppgeschwindigkeit, die geschätzte Lauftiefe, die verwendete Köderfarbe und die Tagesbedingungen, um erfolgreiche Kombinationen später reproduzieren zu können.
Ein Echolot kann zusätzlich helfen, Fischschwärme zu lokalisieren und Ihre Schlepptiefe anzupassen. Nehmen Sie sich Zeit, verschiedene Geschwindigkeiten, Schnurlängen und Führungswechsel (kleine Kursänderungen, Tempowechsel) zu testen, um Bisse auszulösen.
Welche Geschwindigkeit beim Schleppfischen? Die Geschwindigkeit hängt von Zielfisch und Köder ab; meist verwendet man eine langsame Schleppgeschwindigkeit für wenig aktive Fische und ein schnelleres Tempo, um grosse Flächen abzudecken oder aggressiv laufende Köder zu führen.
Braucht man spezielle Ausrüstung fürs Tiefenschleppen? Für das Fischen in grossen Tiefen empfiehlt es sich, Bleisysteme, Tauchscheiben oder Downrigger einzusetzen sowie eine Rute und Rolle zu wählen, die die zusätzliche Spannung sicher verkraften.
Wie viele Ruten beim Schleppfischen einsetzen? Es ist empfehlenswert, mit einer oder zwei Ruten zu beginnen, um Schleppdistanzen und Tiefen gut zu kontrollieren und Verwicklungen zu vermeiden, bevor Sie Ihre Montage komplexer gestalten.
Welche Schnur fürs Schleppfischen wählen? Geflochtene Schnur bietet hervorragende Sensibilität und schneidet gut durchs Wasser, während Nylon mehr Dehnung und Fehlertoleranz mitbringt. Die Wahl hängt von Ihrem Angelstil, den Zielfischen und den verwendeten Ködern ab.