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Jigköpfe: Rolle und Vorteile

Beim Raubfischangeln mit Gummiködern sind Jigköpfe unverzichtbar. Sie bestimmen Laufverhalten, Lauftiefe und die Effektivität des Anhiebs. Richtig gewählt, präsentieren sie Ihren Shad, Finesse-Köder oder Creature Bait möglichst natürlich – egal ob im Fluss, im See oder im Stillgewässer.

Ein guter Jigkopf kombiniert ein passendes Gewicht, einen stabilen Haken und eine Form, die zu Gewässergrund und Technik passt. Dieses Zusammenspiel entscheidet oft darüber, ob es bei einem Zupfer bleibt oder ob der Fisch wirklich sicher hängt.

Form und Gewicht des Jigkopfs wählen

Die Form beeinflusst direkt die Köderführung und die Bodenhaftung:

  • Rund: sehr vielseitig, ideal für das Fischen im Linearen und einfache Führungsstile.
  • Football: hervorragende Stabilität am Grund, perfekt zum Schleifen und für Kanten.
  • Sabot / Stand-up: halten den Köder aufrecht, sehr effektiv bei misstrauischen Fischen.
  • Artikuliert (z.B. Cheburashka-Typ): geben dem Köder viel Freiheit, sehr natürlicher Lauf.
  • Texas-beschwert: für stark verkrautete oder hindernisreiche Zonen, reduziert Hänger.

Das Gewicht richtet sich vor allem nach Tiefe, Strömung und Ködergrösse. Leichte Köpfe für Uferbereiche, flaches Wasser und aktive Fische, schwerere Modelle, um schnell auf den Grund zu kommen, tief im Winter oder in kontrollierter Drift zu fischen. Das richtige Gewicht sorgt dafür, dass Sie den Kontakt zum Köder halten, ohne seine Aktion zu ersticken.

Jigkopf an den Zielfisch anpassen

Je nach Raubfisch sind kleine Anpassungen sinnvoll:

  • Egli: kleine, feine Jigköpfe, unauffällige Haken, leichte Gewichte für lebhafte Führungen.
  • Zander: stabile, sehr scharfe Haken, formstabile Köpfe, um den Grund abzusuchen und vorsichtige Bisse zu spüren.
  • Hecht: robuste Jigköpfe mit starkem Draht, passend zu voluminösen Gummiködern und harten Drills.

Denken Sie auch an die Jahreszeit: Im Frühling und Sommer werden häufig leichtere, schnellere Montagen gefischt, während im Herbst und Winter näher am Grund, mit mehr Gewicht und langsameren Bewegungen gearbeitet wird.

Angeltechniken mit Jigköpfen

Mit Jigköpfen lassen sich viele Techniken abdecken:

  • Lineares Fischen: gleichmässiges Einholen, ideal, um eine Zone schnell abzusuchen und aktive Fische zu finden.
  • Grundkontakt / Schleifen: kurze Anhebbewegungen und Absinkenlassen, sehr effektiv auf Zander und Egli an Kanten und Plateaus.
  • Vertikalangeln: präzise Kontrolle direkt unter der Rutenspitze, besonders interessant in kalten Phasen oder bei dicht stehenden Fischen.
  • Zickzack- bzw. „Dents-de-scie“-Führung: abwechselndes Anheben und Absinken, provoziert viele Bisse in der Absinkphase.

Variieren Sie Einholgeschwindigkeit, Hubhöhe und Pausen je nach Wassertemperatur und Aktivität der Fische. So kann derselbe Jigkopf im Verlauf einer Session mehrere Ansätze abdecken.

FAQ – Jigköpfe

Welche Jigkopf-Form soll ich wählen? Für den Einstieg deckt ein runder, vielseitiger Jigkopf die meisten Situationen ab. Später können Football- oder Sabot-Modelle für spezielle Bereiche und anspruchsvolle Bodenkonturen ergänzt werden.

Welches Gewicht für das Angeln mit Gummiködern? Grundsätzlich wählt man das leichteste Gewicht, mit dem der Bodenkontakt noch sauber spürbar bleibt. Erhöhen Sie das Gewicht, sobald Sie den Köder nicht mehr kontrollieren können oder die Strömung zunimmt.

Wie reduziere ich Hänger mit Jigköpfen? Nutzen Sie Texas-Montagen oder Formen, die besser für Hindernisse und Bewuchs geeignet sind, und passen Sie den Einholwinkel an, um knapp über dem Grund zu fischen, ohne ihn zu „umpflügen“.

Welche Hakengrösse passt zu meinem Gummiköder? Der Haken sollte ungefähr in der Mitte des Köderrückens austreten, ohne die Aktion zu behindern. Ein zu kurzer Haken verschlechtert den Anhieb, ein zu langer nimmt dem Köder Beweglichkeit und Natürlichkeit.